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Heizung ohne Strom: Was passiert bei einem Stromausfall?

Heizung ohne Strom und was es wichtiges in einer Notsituaton zu beachten gibt.
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Ein Stromausfall betrifft weit mehr als Lampen, Fernseher, Computer oder den Internetanschluss. Besonders in den kalten Monaten kann ein Ausfall der Stromversorgung deutlich größere Auswirkungen haben. Fällt die elektrische Energie aus, steht in vielen Haushalten nach kurzer Zeit nicht nur die Beleuchtung still, sondern auch die Heizung. Das kann im Winter zu einer besonderen Herausforderung werden, denn moderne Heizsysteme sind in den meisten Fällen auf elektrische Komponenten angewiesen.

Selbst Heizungen, die nicht direkt mit Strom betrieben werden, benötigen häufig elektrische Energie für ihren Betrieb. Gasheizungen brauchen beispielsweise Strom für elektronische Steuerungen, Zündsysteme und Umwälzpumpen. Auch Ölheizungen können ohne elektrische Energie nicht normal arbeiten, da Brenner, Steuerung und Pumpen auf Strom angewiesen sind. Bei Wärmepumpen ist die Abhängigkeit besonders deutlich, da der Verdichter und weitere zentrale Komponenten elektrisch betrieben werden. Das bedeutet: Selbst wenn Gas, Öl oder andere Brennstoffe weiterhin verfügbar sind, kann die Heizungsanlage bei einem Stromausfall trotzdem ausfallen.

Das Thema Heizung ohne Strom spielt deshalb eine wichtige Rolle bei der persönlichen Notfallvorsorge. Während ein kurzer Stromausfall von wenigen Minuten normalerweise kaum Auswirkungen auf die Raumtemperatur hat, kann sich die Situation bei einem längeren Ausfall deutlich verändern. Gebäude speichern zwar Wärme, doch mit zunehmender Dauer sinkt die Raumtemperatur immer weiter. Wie schnell eine Wohnung oder ein Haus auskühlt, hängt unter anderem von der Dämmung, der Bauweise, den Fenstern, der Außentemperatur und der Größe der Räume ab.

Besonders bei winterlichen Temperaturen sollte deshalb berücksichtigt werden, dass eine Heizung ohne Strom nicht dauerhaft durch die bereits gespeicherte Wärme ersetzt werden kann. Heizkörper, Fußbodenheizungen, Wände und Böden geben zwar nach dem Abschalten weiterhin Wärme ab, doch dieser Effekt ist zeitlich begrenzt. Bei einem mehrstündigen oder sogar mehrtägigen Stromausfall können neben der Raumtemperatur auch Warmwasserversorgung und andere wichtige Gebäudefunktionen beeinträchtigt werden.

Welche Folgen ein Stromausfall für die Heizung hat, hängt maßgeblich vom verwendeten Heizsystem ab. Eine moderne Wärmepumpe benötigt beispielsweise elektrische Energie für den Verdichter, die Steuerung und verschiedene Pumpen. Eine Gasheizung kann trotz weiterhin funktionierender Gasversorgung ausfallen, wenn die elektrische Steuerung oder Umwälzpumpe nicht mehr arbeitet. Auch eine Ölheizung ist normalerweise auf mehrere elektrische Komponenten angewiesen. Pelletheizungen benötigen ebenfalls Strom für Fördersysteme, Zündung, Steuerung und Pumpen.

Interessant ist daher die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Heizung ohne Strom überhaupt möglich ist. Bestimmte Kaminöfen oder Holzöfen können beispielsweise Wärme erzeugen, ohne an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. Bei modernen Heizungsanlagen können dagegen geeignete Powerstations, Batteriespeicher oder andere Notstromlösungen eine zeitweise Versorgung ermöglichen. Allerdings sind dabei die Leistungsaufnahme, die benötigte Anlaufleistung, die Akkukapazität und die technischen Anforderungen der jeweiligen Heizungsanlage entscheidend.

Nicht jede vermeintliche Notlösung ist dabei sicher. Heizgeräte, Grills oder Campingkocher, die nicht für den Betrieb in Innenräumen zugelassen sind, dürfen keinesfalls zum improvisierten Heizen einer Wohnung verwendet werden. Insbesondere bei Verbrennungsvorgängen besteht die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung oder eines Brandes. Beim Thema Heizung ohne Strom sollte deshalb immer die Sicherheit vor einer schnellen, aber ungeeigneten Lösung stehen.

Dieser Ratgeber zeigt, welche Heizsysteme bei einem Stromausfall betroffen sind, warum moderne Gas-, Öl- und Wärmepumpenheizungen elektrische Energie benötigen und wie sich eine Wohnung oder ein Haus bei einem längeren Ausfall verhält. Zusätzlich wird erklärt, wie schnell Räume auskühlen können, welche Möglichkeiten für eine Heizung ohne Strom bestehen und welche Notstromlösungen sich je nach Heizsystem anbieten. Auch wichtige Sicherheitsaspekte und sinnvolle Maßnahmen zur Vorbereitung auf einen längeren Stromausfall werden berücksichtigt.

Warum benötigt eine Heizung überhaupt Strom?

Auf den ersten Blick erscheint es widersprüchlich, dass eine Gas- oder Ölheizung ohne Strom ausfallen kann. Schließlich wird die Wärme nicht direkt mit elektrischer Energie erzeugt. Dennoch benötigen moderne Heizungsanlagen zahlreiche elektrische Komponenten. Dazu gehören beispielsweise elektronische Steuerungen, Pumpen, Sensoren, Ventile, Zündsysteme und Brennersteuerungen. Besonders wichtig ist die Umwälzpumpe. Sie transportiert das erwärmte Heizungswasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern oder durch die Heizkreise einer Fußbodenheizung.

Fällt die Stromversorgung aus, können diese Komponenten stillstehen. Dadurch kann die Heizungsanlage ihre Funktion ganz oder teilweise verlieren. Das bedeutet: Ein vorhandener Brennstoffvorrat garantiert nicht automatisch eine funktionierende Heizung. Selbst wenn Gas, Heizöl oder Holz vorhanden sind, muss die gesamte Heizungsanlage technisch in der Lage sein, Wärme zu erzeugen und zu verteilen.

Funktioniert eine Heizung bei einem kurzen Stromausfall?

Bei einem kurzen Stromausfall ist die Situation normalerweise unproblematisch. Moderne Gebäude und Heizsysteme verfügen über eine gewisse thermische Reserve. Heizkörper, Fußböden, Wände und andere Bauteile speichern Wärme und geben diese nach dem Abschalten der Heizung weiterhin langsam an den Raum ab. Bei einem Stromausfall von wenigen Minuten oder einer kurzen Unterbrechung kühlt eine Wohnung deshalb nicht sofort aus. Auch wenn eine Heizung ohne Strom in dieser Zeit nicht aktiv weiterheizen kann, bleibt die bereits vorhandene Wärme zunächst erhalten. Besonders gut gedämmte Gebäude können die Raumtemperatur über einen gewissen Zeitraum relativ stabil halten.

Wie lange dieser Effekt anhält, hängt unter anderem von der Außentemperatur, der Dämmung, der Bauweise, der Größe der Räume und der Qualität der Fenster ab. Bei einem kurzen Stromausfall muss deshalb normalerweise nicht sofort eine alternative Wärmequelle eingesetzt werden. Eine Heizung ohne Strom bedeutet zunächst vor allem, dass die Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung unterbrochen sind. Die im Gebäude gespeicherte Wärme sorgt dafür, dass die Temperatur nicht innerhalb weniger Minuten stark absinkt.Auch nach der Wiederherstellung der Stromversorgung nimmt die Heizungsanlage normalerweise ihren Betrieb wieder auf. Je nach Heizsystem kann es allerdings einige Zeit dauern, bis die gewünschte Raumtemperatur wieder erreicht ist. Moderne Anlagen führen nach einer Unterbrechung teilweise zunächst eine automatische Prüfung durch, bevor Brenner, Verdichter oder Pumpen wieder anlaufen.

Gasheizung ohne Strom: Warum die Therme ausfällt

Eine moderne Gasheizung gehört zu den Heizsystemen, bei denen das Thema Heizung ohne Strom besonders deutlich wird. Gas wird zwar zur Wärmeerzeugung verwendet, die Heizungsanlage benötigt aber trotzdem elektrische Energie. Elektronische Steuerungen überwachen den Betrieb, Zündsysteme starten den Brenner und Pumpen transportieren das erwärmte Wasser durch das Heizsystem. Bei einem Stromausfall können diese Komponenten nicht mehr normal arbeiten.

Das Gasnetz selbst muss deshalb nicht zwangsläufig ausgefallen sein. Es kann durchaus weiterhin Gas zur Verfügung stehen, während die Heiztherme aufgrund der fehlenden Stromversorgung nicht funktioniert. Der Stromausfall betrifft in diesem Fall nicht die Gasversorgung, sondern die elektrischen Komponenten der Heizungsanlage. Eine Heizung ohne Strom ist bei einer modernen Gastherme deshalb normalerweise nicht möglich.

Ölheizung ohne Strom

Auch eine Ölheizung funktioniert normalerweise nicht unabhängig vom Stromnetz. Der Brennstoff befindet sich zwar im Tank, doch der Brenner und die Steuerung benötigen elektrische Energie. Je nach Anlage kommen weitere elektrische Komponenten hinzu. Fällt der Strom aus, wird die Wärmeerzeugung deshalb normalerweise unterbrochen. Für längere Stromausfälle kann eine geeignete Notstromversorgung grundsätzlich eine Möglichkeit sein. Allerdings muss die konkrete Anlage betrachtet werden. Nicht jede Powerstation oder jeder Wechselrichter ist automatisch für den Betrieb einer Heizungsanlage geeignet. Besonders bei fest installierten Heizsystemen sollte die Planung einer Ersatz- oder Notstromversorgung mit einem Fachbetrieb erfolgen.

Wärmepumpe bei Stromausfall

Bei einer Wärmepumpe ist der Zusammenhang zwischen Stromversorgung und Heizung besonders offensichtlich. Die Wärmepumpe benötigt elektrische Energie, um Wärme aus der Umgebung aufzunehmen und auf ein für die Heizung geeignetes Temperaturniveau zu bringen. Zu den wichtigen elektrischen Komponenten gehören unter anderem der Verdichter, die Steuerung, Umwälzpumpen und je nach System weitere elektrische Bauteile. Fällt der Strom aus, steht die Wärmepumpe deshalb normalerweise still.

Eine Heizung ohne Strom ist mit einer modernen Wärmepumpe daher grundsätzlich nicht möglich. Selbst wenn die Wärmequelle – beispielsweise die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser – weiterhin zur Verfügung steht, kann die Wärmepumpe ohne elektrische Energie keine Wärme aktiv ins Gebäude übertragen. Auch die Umwälzpumpen benötigen Strom, damit die erzeugte Wärme innerhalb des Heizsystems verteilt werden kann.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die vorhandene Wärme sofort verschwindet. Ein gut gedämmtes Gebäude kann die bereits gespeicherte Wärme über einen längeren Zeitraum halten. Besonders eine Fußbodenheizung verfügt über eine hohe thermische Masse. Der erwärmte Estrich kann auch nach dem Abschalten der Wärmepumpe noch eine gewisse Zeit Wärme an die Räume abgeben. Dadurch sinkt die Raumtemperatur nicht unmittelbar nach Beginn des Stromausfalls auf ein unangenehmes Niveau.

Bei einem längeren Stromausfall verändert sich die Situation jedoch zunehmend. Die gespeicherte Wärme wird nach und nach abgegeben und die Raumtemperatur sinkt kontinuierlich. Wie schnell das geschieht, hängt unter anderem von der Außentemperatur, der Dämmung des Gebäudes, der Bauweise, den Fenstern und der Größe der beheizten Räume ab. Bei starkem Frost kann eine ausgefallene Heizung deshalb deutlich schneller zum Problem werden.

Fußbodenheizung ohne Strom

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Eine wassergeführte Fußbodenheizung benötigt die Heizungsanlage und in der Regel eine Umwälzpumpe, um kontinuierlich Wärme zu transportieren. Fällt der Strom aus, wird keine neue Wärme erzeugt oder in gleicher Weise verteilt. Der bereits erwärmte Boden kann allerdings noch eine Zeit lang Wärme abgeben.

Wie lange dieser Effekt anhält, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Aufbau des Fußbodens
  • Dämmung des Gebäudes
  • Außentemperatur
  • Vorlauftemperatur
  • Raumgröße
  • Wärmeverlust des Gebäudes
  • Dauer des Stromausfalls

Eine elektrische Fußbodenheizung ist dagegen direkt auf Strom angewiesen und fällt bei einem Stromausfall unmittelbar aus.

Eine elektrische Fußbodenheizung ist dagegen direkt auf Strom angewiesen und fällt bei einem Stromausfall unmittelbar aus. Eine Heizung ohne Strom ist bei einer elektrischen Fußbodenheizung daher nicht möglich, da für die Wärmeerzeugung dauerhaft elektrische Energie benötigt wird. Auch wenn der Boden unmittelbar nach dem Stromausfall noch eine gewisse Restwärme abgeben kann, wird keine neue Wärme mehr erzeugt. Bei einem längeren Stromausfall nimmt die gespeicherte Wärme deshalb zunehmend ab und die Raumtemperatur sinkt entsprechend.

Wie schnell die Temperatur sinkt, hängt dabei unter anderem von der Dämmung des Gebäudes, der Außentemperatur, der Größe des Raumes und dem vorhandenen Bodenaufbau ab. Ein gut gedämmtes Gebäude kann die gespeicherte Wärme länger halten, während Räume in einem schlecht gedämmten Gebäude schneller auskühlen können. Eine Heizung ohne Strom kann bei einer elektrischen Fußbodenheizung somit lediglich kurzfristig von der bereits vorhandenen Restwärme profitieren.

Im Gegensatz zu einer wassergeführten Fußbodenheizung gibt es bei einer elektrischen Fußbodenheizung keinen Heizkreislauf mit Heizwasser und Umwälzpumpe. Die Wärme wird direkt über elektrische Heizelemente erzeugt, die beispielsweise unter dem Bodenbelag oder im Estrich verlegt sind. Sobald die Stromversorgung unterbrochen wird, können diese Heizelemente keine weitere Wärme produzieren.

Bei einem kurzen Stromausfall ist das normalerweise unproblematisch, da der Boden noch warm sein kann und die gespeicherte Wärme weiterhin an den Raum abgegeben wird. Dauert der Stromausfall jedoch mehrere Stunden, verliert der Boden zunehmend seine gespeicherte Wärme. Eine Heizung ohne Strom kann dann nicht mehr ausreichend Wärme bereitstellen, sodass die Raumtemperatur nach und nach sinkt.

Für einen längeren Stromausfall kann eine geeignete Ersatzstromversorgung grundsätzlich eine Möglichkeit darstellen. Dabei muss jedoch geprüft werden, wie hoch die elektrische Leistung der Fußbodenheizung ist. Elektrische Heizungen gehören zu den Verbrauchern mit besonders hohem Strombedarf, weshalb eine kleine Powerstation häufig nur eine kurze Betriebszeit ermöglichen würde. Auch ein Notstromaggregat muss ausreichend dimensioniert sein und sicher betrieben werden können.

Eine Heizung ohne Strom lässt sich bei einer elektrischen Fußbodenheizung daher nicht dauerhaft realisieren. Für die kurzfristige Überbrückung eines Stromausfalls ist vor allem die bereits gespeicherte Wärme im Boden entscheidend. Je länger die Unterbrechung dauert, desto wichtiger wird eine geeignete und sichere alternative Energieversorgung.

Fernwärme bei Stromausfall

Auch bei Fernwärme ist die Situation nicht ganz eindeutig. Die Wärme wird zwar von einem zentralen Versorger bereitgestellt, doch innerhalb eines Gebäudes können Pumpen, Steuerungen und andere technische Anlagen Strom benötigen. Deshalb kann auch eine Fernwärmeheizung von einem Stromausfall betroffen sein.Ob und wie stark die Wärmeversorgung eingeschränkt wird, hängt unter anderem davon ab, ob nur das Gebäude oder ein größerer Bereich von der Stromunterbrechung betroffen ist. Bei einem regional begrenzten Stromausfall können zentrale Versorgungssysteme unter Umständen weiterarbeiten, während die Haustechnik im betroffenen Gebäude trotzdem ausfällt.

Elektroheizung ohne Strom

Bei einer Elektroheizung ist die Situation eindeutig: Ohne Strom kann keine Wärme erzeugt werden.

Das betrifft beispielsweise:

  • elektrische Heizlüfter
  • elektrische Radiatoren
  • Infrarotheizungen
  • elektrische Fußbodenheizungen
  • elektrische Direktheizungen

Eine solche Heizung kann nur dann während eines Stromausfalls weiterbetrieben werden, wenn eine ausreichend leistungsfähige unabhängige Stromversorgung vorhanden ist. Das ist in der Praxis jedoch nicht immer wirtschaftlich. Besonders Heizlüfter und elektrische Direktheizungen haben teilweise eine hohe Leistungsaufnahme. Eine Powerstation mit begrenzter Akkukapazität kann deshalb einen Heizlüfter häufig nur relativ kurze Zeit betreiben.

Wie schnell kühlt eine Wohnung ohne Heizung aus?

Die Frage, wie lange eine Wohnung ohne Heizung warm bleibt, lässt sich nicht mit einer festen Stundenangabe beantworten. Ein modernes, gut gedämmtes Gebäude verliert Wärme deutlich langsamer als ein schlecht gedämmtes älteres Gebäude.

Eine Rolle spielen unter anderem:

FaktorEinfluss auf die Abkühlung
AußentemperaturJe niedriger, desto schneller der Wärmeverlust
DämmungGute Dämmung verlangsamt die Abkühlung
FensterModerne Fenster reduzieren Wärmeverluste
GebäudegrößeGroße Gebäude können mehr Wärme speichern
AußenwändeViele Außenflächen erhöhen den Wärmeverlust
RaumhöheGrößeres Luftvolumen kann mehr Wärme speichern
WindKann Wärmeverluste zusätzlich erhöhen
PersonenMenschen geben kontinuierlich Körperwärme ab

Bei mildem Wetter kann die Raumtemperatur relativ lange angenehm bleiben. Bei starkem Frost kann sich die Situation dagegen deutlich schneller verändern.

Was passiert nach mehreren Stunden ohne Heizung?

Nach einem kurzen Stromausfall sind die Folgen meist kaum spürbar. Dauert der Ausfall jedoch mehrere Stunden, wird die fehlende Wärmezufuhr zunehmend bemerkbar. Wie schnell ein Gebäude auskühlt, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Außentemperatur, die Größe und Bauweise des Gebäudes, die Dämmung, die Anzahl der Fenster sowie die ursprüngliche Raumtemperatur. Zunächst sinkt die Raumtemperatur meist nur langsam. Wände, Möbel und andere Bauteile speichern Wärme und geben diese nach und nach an die Raumluft ab. In einem gut gedämmten Gebäude kann die Wärme deshalb deutlich länger gehalten werden als in einem schlecht gedämmten Altbau. Bei einem länger andauernden Stromausfall wird der Temperaturverlust jedoch zunehmend spürbar.

Besonders schnell können Räume auskühlen, die viele Außenflächen besitzen oder über große Fenster verfügen. Auch wenig beheizte Räume wie Flure, Kellerbereiche oder selten genutzte Zimmer können stärker betroffen sein. In Wohnungen kann zudem die Lage innerhalb des Gebäudes eine Rolle spielen. Eine Wohnung zwischen anderen beheizten Wohnungen verliert beispielsweise häufig langsamer Wärme als eine Dachgeschoss- oder Erdgeschosswohnung mit mehreren Außenflächen.

Eine solche Wohnlage kann bei einer Heizung ohne Strom einen gewissen Vorteil bieten, da benachbarte Wohnungen weiterhin Wärme abgeben können. Dennoch lässt sich nicht pauschal sagen, wie lange die Raumtemperatur auf einem angenehmen Niveau bleibt. Entscheidend ist vor allem, wie lange die Heizungsanlage ausfällt und wie kalt es außerhalb des Gebäudes ist.

Bei einer Heizung ohne Strom nimmt die Temperatur nach und nach ab, sobald keine neue Wärme mehr zugeführt wird. Türen zu weniger beheizten oder besonders kalten Bereichen sollten deshalb möglichst geschlossen bleiben, damit sich die vorhandene Wärme nicht unnötig im gesamten Gebäude verteilt. Auch Fenster sollten während eines längeren Stromausfalls möglichst geschlossen bleiben, sofern kein zwingender Grund zum Lüften besteht.

Je länger die Heizung ohne Strom ausfällt, desto stärker macht sich der Wärmeverlust bemerkbar. Nach mehreren Stunden können zunächst die Heizkörper, Fußböden und Wände deutlich kälter werden. Bei anhaltendem Frost kann die Raumtemperatur anschließend schneller sinken, da der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich größer wird.

Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes. Massive Wände, Estrich und andere Bauteile können große Mengen Wärme aufnehmen und diese langsam wieder abgeben. Dadurch entsteht bei einer Heizung ohne Strom ein thermischer Puffer, der die Abkühlung zumindest vorübergehend verlangsamen kann.

Wie lange dieser Puffer ausreicht, ist jedoch von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. Eine moderne, gut gedämmte Wohnung kann ihre Wärme wesentlich länger halten als ein schlecht isoliertes Gebäude mit undichten Fenstern. Deshalb sollte bei einem längeren Stromausfall nicht allein die aktuelle Raumtemperatur betrachtet werden, sondern auch die zu erwartende Dauer der Unterbrechung und die Außentemperatur.

Heizung ohne Strom: Einen warmen Raum einrichten

Bei einem längeren Stromausfall kann es sinnvoll sein, sich möglichst auf einen gut geeigneten Raum zu konzentrieren. Nicht benötigte Räume müssen nicht dauerhaft beheizt werden. Türen können geschlossen werden, um den vorhandenen Wohnbereich möglichst kompakt zu halten. Warme Kleidung und Decken können zusätzlich helfen, den Wärmeverlust des Körpers zu reduzieren.

Geeignet sind beispielsweise:

  • warme Pullover
  • mehrere Kleidungsschichten
  • dicke Socken
  • Hausschuhe
  • Mützen
  • Decken
  • Schlafsäcke
  • warme Bettwäsche

Das Ziel besteht nicht darin, die gesamte Wohnung unter allen Umständen warm zu halten, sondern vorhandene Wärme möglichst effizient zu nutzen.

Lüften bei Stromausfall

Auch bei einer ausgefallenen Heizung muss regelmäßig gelüftet werden. Insbesondere wenn mehrere Personen in einem Raum bleiben oder alternative Wärmequellen eingesetzt werden, kann sich die Raumluft schnell verändern. Dauerhaft gekippte Fenster sind bei kaltem Wetter jedoch ungünstig, da kontinuierlich Wärme verloren geht. Besser ist kurzes Stoßlüften. Anschließend sollten Fenster wieder geschlossen werden. Bei Verbrennungsquellen gelten besonders strenge Sicherheitsanforderungen. Hier reicht es nicht, lediglich „ein bisschen“ zu lüften. Geräte müssen ausdrücklich für die jeweilige Nutzung geeignet sein.

Kann eine Powerstation die Heizung ohne Strom betreiben?

Eine Powerstation kann grundsätzlich eine Möglichkeit für eine Heizung ohne Strom darstellen, wenn die Heizungsanlage dafür technisch geeignet ist. Allerdings sollte zwischen der Heizungsanlage selbst und einer elektrischen Heizung unterschieden werden. Eine moderne Gastherme benötigt beispielsweise möglicherweise deutlich weniger elektrische Leistung als ein 2.000-Watt-Heizlüfter. Das macht eine Notstromversorgung der vorhandenen Heizungssteuerung und Umwälzpumpe unter Umständen interessanter als den Betrieb eines elektrischen Heizgeräts.

Vorher müssen jedoch die technischen Anforderungen geklärt werden.

Wichtig sind unter anderem:

  • Leistungsaufnahme
  • benötigte Akkukapazität
  • Anlaufstrom
  • Wechselrichterleistung
  • Ausgangsspannung
  • Anschlussart
  • Dauerleistung
  • Sicherheitsanforderungen
  • Herstellerangaben

Eine Powerstation sollte niemals überlastet werden.

Wie lange reicht eine Powerstation für eine Heizung ohne Strom?

Die theoretische Laufzeit lässt sich vereinfacht berechnen:

Laufzeit = nutzbare Akkukapazität ÷ Leistungsaufnahme

Eine Powerstation mit 1.000 Wh und ein Gerät mit 100 Watt würden theoretisch eine Laufzeit von zehn Stunden ergeben. In der Realität ist die Laufzeit kürzer, weil unter anderem Wechselrichterverluste und weitere elektrische Verluste auftreten. Außerdem ist die Leistungsaufnahme einer Heizungsanlage nicht zwingend konstant. Eine Powerstation mit 1.000 Wh bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine Heizung zehn Stunden lang betrieben werden kann.

Warum ein Heizlüfter nicht immer die beste Notlösung ist

Ein Heizlüfter kann einen Raum schnell erwärmen. Für einen längeren Stromausfall ist er mit einer Powerstation jedoch häufig keine besonders effiziente Lösung. Ein Gerät mit 2.000 Watt benötigt theoretisch bereits 2.000 Wattstunden innerhalb einer Stunde. Eine Powerstation mit 1.000 Wh könnte einen solchen Heizlüfter daher theoretisch nicht einmal eine volle Stunde mit maximaler Leistung betreiben. Tatsächlich wäre die Laufzeit wegen Umwandlungsverlusten noch kürzer. Für die Notstromversorgung einer bestehenden Gas- oder Ölheizung kann deshalb deutlich weniger elektrische Leistung erforderlich sein als für einen elektrischen Heizlüfter.

Kaminofen als Wärmequelle bei Stromausfall

Ein Kaminofen kann grundsätzlich auch ohne elektrische Energie Wärme erzeugen. Voraussetzung ist, dass es sich um eine zugelassene und fachgerecht installierte Anlage handelt. Ein solcher Ofen kann bei einem Stromausfall eine zusätzliche Wärmequelle darstellen. Allerdings darf ein Kaminofen nicht improvisiert betrieben werden. Schornstein, Verbrennungsluft, Brennstoff und Installation müssen für die Nutzung geeignet sein. Auch bei einem vorhandenen Ofen sollte ausreichend geeignetes Brennmaterial vorhanden sein.

Gasheizer und Campingkocher bei Stromausfall

Besondere Vorsicht ist bei mobilen Geräten mit Gas oder anderen Brennstoffen erforderlich. Nicht jedes Gerät ist für Innenräume geeignet. Ein Campingkocher, Gasgrill oder Heizgerät für den Außenbereich darf nicht einfach in einer Wohnung verwendet werden. Bei der Verbrennung können gefährliche Gase entstehen. Besonders Kohlenmonoxid ist problematisch, da es farb- und geruchlos ist. Ein Grill gehört niemals in die Wohnung oder in andere geschlossene Räume. Auch das Heizen mit einem nicht dafür vorgesehenen Campingkocher kann lebensgefährlich sein. Bei mobilen Heizgeräten muss deshalb immer die Herstellerangabe zur Verwendung in Innenräumen beachtet werden.

Kohlenmonoxid: Eine unterschätzte Gefahr

Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe. Das Gas ist besonders gefährlich, weil es weder sichtbar noch durch seinen Geruch zuverlässig wahrnehmbar ist. Eine Vergiftung kann unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstseinsstörungen verursachen und lebensgefährlich werden. Deshalb sollten improvisierte Wärmequellen unbedingt vermieden werden. Ein CO-Warnmelder kann zusätzlichen Schutz bieten, ersetzt aber nicht die korrekte Verwendung von Heizgeräten und ausreichende Sicherheitsmaßnahmen.

Was passiert mit dem Warmwasser?

Bei einem Stromausfall kann neben der Raumheizung auch die Warmwasserversorgung betroffen sein. Elektrische Durchlauferhitzer benötigen direkt Strom. Bei zentralen Heizsystemen können dagegen Pumpen und Steuerungen ausfallen. Bei einer Gastherme kann deshalb beispielsweise gleichzeitig die Heizung und die Warmwasserbereitung ausfallen. Wie sich die Situation konkret entwickelt, hängt vom Heizsystem und der Gebäudetechnik ab. Ein Warmwasserspeicher kann noch eine gewisse Menge warmes Wasser enthalten. Dieses wird jedoch nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Was passiert bei einem Stromausfall im Winter?

Ein Stromausfall im Winter ist wesentlich problematischer als ein Ausfall im Sommer. Je niedriger die Außentemperatur, desto größer ist der Wärmeverlust eines Gebäudes. Bei einem kurzen Ausfall bleibt die vorhandene Wärme in der Regel ausreichend. Bei einem längeren Ausfall kann die Raumtemperatur jedoch kontinuierlich sinken. Bei starkem Frost können zusätzlich Wasserleitungen gefährdet sein. Besonders betroffen sind Leitungen in schlecht gedämmten Bereichen, Kellerräumen, Außenwänden oder unbeheizten Gebäudeteilen. Eine längere Unterbrechung der Stromversorgung sollte daher im Winter besonders ernst genommen werden.

Heizung ohne Strom im Einfamilienhaus

In einem Einfamilienhaus hängt die Situation stark vom Heizsystem ab. Ein Gebäude mit Wärmepumpe benötigt eine entsprechende elektrische Notstromlösung, wenn die Wärmeerzeugung aufrechterhalten werden soll. Bei einer Gas- oder Ölheizung kann dagegen unter Umständen bereits eine vergleichsweise kleine elektrische Notstromversorgung für bestimmte Komponenten interessant sein. Ein vorhandener Kaminofen kann eine zusätzliche Wärmequelle darstellen. Bei der Planung sollte außerdem berücksichtigt werden, welche Geräte ebenfalls Strom benötigen. Kühlschrank, Gefrierschrank, Router, Beleuchtung und Kommunikationsgeräte konkurrieren möglicherweise um dieselbe Notstromkapazität.

Heizung ohne Strom im Mehrfamilienhaus

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In einem Mehrfamilienhaus kann die Situation komplizierter sein, weil mehrere Wohnungen von einer gemeinsamen Heizungsanlage abhängig sind. Eine zentrale Heizungsanlage kann beispielsweise im Keller stehen und mehrere Wohnungen versorgen. Fällt deren Stromversorgung aus, kann die gesamte Heizungsversorgung betroffen sein. Eine einzelne Wohnung kann die zentrale Anlage nicht einfach selbst mit einer kleinen Powerstation versorgen. Bei längeren Ausfällen sind deshalb Informationen der Hausverwaltung, des Netzbetreibers und der zuständigen Behörden besonders wichtig.

Welche Notstromlösung eignet sich für die Heizung?

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Heizungsanlage gegen Stromausfälle abzusichern.

Powerstation für eine Heizung ohne Strom

Eine Powerstation speichert elektrische Energie in einem Akku und kann ausgewählte Geräte mit Strom versorgen. Sie ist vergleichsweise einfach einzusetzen und kann bei entsprechender Auslegung auch für bestimmte Komponenten einer Heizungsanlage interessant sein.

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Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung kann insbesondere für empfindliche elektronische Komponenten sinnvoll sein. Sie überbrückt kurze Stromausfälle und kann die angeschlossenen Geräte automatisch weiter versorgen.

Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage kann je nach System auch eine Ersatzstrom- oder Notstromfunktion bereitstellen.

Wichtig ist, dass eine normale Photovoltaikanlage nicht automatisch während eines Netzausfalls weiter Strom liefert. Dafür muss das System entsprechend ausgelegt sein.

Notstromaggregat für eine Heizung ohne Strom

Ein Generator kann größere elektrische Leistungen bereitstellen und ist deshalb für bestimmte Anwendungen interessant. Wegen Abgasen, Lärm, Kraftstoff und Sicherheitsanforderungen ist die Nutzung jedoch deutlich anspruchsvoller. Insbesondere benzin- oder dieselbetriebene Generatoren dürfen nicht in Wohnräumen, Kellern oder anderen geschlossenen Bereichen betrieben werden.

Was sollte vor einem Stromausfall geprüft werden?

Eine gute Vorbereitung beginnt mit der eigenen Heizungsanlage.

Folgende Fragen sind sinnvoll:

  1. Welches Heizsystem ist vorhanden?
  2. Welche Komponenten benötigen Strom?
  3. Wie hoch ist die elektrische Leistungsaufnahme?
  4. Welche Notstromoptionen unterstützt der Hersteller?
  5. Kann die Heizungsanlage mit einer Powerstation betrieben werden?
  6. Welche Kapazität wäre für mehrere Stunden erforderlich?
  7. Gibt es eine alternative Wärmequelle?
  8. Ist ein Kaminofen vorhanden?
  9. Sind warme Decken und Kleidung verfügbar?
  10. Ist ein CO-Warnmelder vorhanden?
  11. Wo befinden sich die wichtigsten Absperr- und Sicherungseinrichtungen?
  12. Welche Informationen stellt der Netzbetreiber für Stromausfälle bereit?

Eine solche Prüfung sollte idealerweise durchgeführt werden, bevor ein längerer Stromausfall eintritt.

Die wichtigsten Maßnahmen bei Heizungsausfall

Wenn die Heizung wegen eines Stromausfalls ausfällt, können folgende Maßnahmen helfen:

  • Türen zu nicht benötigten Räumen schließen
  • Fenster geschlossen halten und nur kurz stoßlüften
  • einen möglichst warmen Aufenthaltsraum nutzen
  • warme Kleidung und Decken verwenden
  • vorhandene Wärmequellen sicher einsetzen
  • Stromvorräte für besonders wichtige Geräte priorisieren
  • Powerbanks und Powerstations sparsam verwenden
  • Informationen über Radio oder Mobilfunk verfolgen
  • keine ungeeigneten Heizgeräte in Innenräumen einsetzen
  • niemals einen Grill zum Heizen verwenden
  • bei Verdacht auf Kohlenmonoxid sofort reagieren und den Gefahrenbereich verlassen

Heizung ohne Strom: Diese Fehler sollten vermieden werden

Bei einem längeren Stromausfall können improvisierte Lösungen verlockend erscheinen. Einige davon sind jedoch gefährlich.

Besonders problematisch sind:

Grill in Innenräumen:
Ein Holzkohle- oder Gasgrill kann Kohlenmonoxid und andere Verbrennungsprodukte erzeugen.

Ungeeignete Campingkocher:
Nicht jedes Gerät darf in Innenräumen verwendet werden.

Selbstgebaute Heizungen:
Improvisierte Konstruktionen aus Kerzen, Brennstoffen oder anderen Materialien können Brand- und Vergiftungsgefahren verursachen.

Überlastete Powerstations:
Eine zu hohe Leistungsaufnahme kann das Gerät beschädigen oder Schutzabschaltungen auslösen.

Eigenmächtige Änderungen an der Elektroinstallation:
Heizungsanlagen und Notstromsysteme sollten fachgerecht angeschlossen werden.

Wie lässt sich die Wohnung bei einem Stromausfall warm halten?

Die effektivste Strategie besteht zunächst darin, vorhandene Wärme nicht unnötig zu verlieren. Dazu gehören geschlossene Türen, geschlossene Fenster und die Konzentration auf einen geeigneten Aufenthaltsraum. Zusätzlich können Vorhänge und Rollos bei kalten Außentemperaturen helfen, Wärmeverluste über Fenster zu reduzieren. Warme Kleidung und Decken sind besonders effektiv, weil dadurch der Körper direkt vor Wärmeverlust geschützt wird. Bei einem längeren Stromausfall sollte außerdem darauf geachtet werden, dass gefährdete Bereiche nicht vollständig auskühlen, wenn dort Wasserleitungen verlaufen.

FAQ zur Heizung ohne Strom

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  1. Funktioniert eine Gasheizung ohne Strom?

    Moderne Gasheizungen funktionieren normalerweise nicht vollständig ohne Strom. Steuerung, Zündung und Umwälzpumpe benötigen elektrische Energie.

  2. Funktioniert eine Ölheizung ohne Strom?

    Eine moderne Ölheizung benötigt ebenfalls Strom für Brenner, Steuerung und Pumpen. Bei einem Stromausfall steht sie daher normalerweise still.

  3. Funktioniert eine Wärmepumpe ohne Strom?

    Nein. Eine Wärmepumpe benötigt elektrische Energie für Verdichter, Steuerung und Pumpen.

  4. Wie lange bleibt eine Wohnung ohne Heizung warm?

    Das hängt stark von Gebäude, Dämmung, Außentemperatur, Fenstern und weiteren Faktoren ab. Eine pauschale Zeitangabe ist nicht möglich.

  5. Kann eine Powerstation eine Heizung betreiben?

    Unter bestimmten Voraussetzungen ja. Entscheidend sind Leistungsaufnahme, Akkukapazität, Wechselrichter und die technischen Anforderungen der Heizungsanlage.

  6. Kann ein Heizlüfter mit einer Powerstation betrieben werden?

    Das ist technisch möglich, sofern die Powerstation ausreichend Leistung bereitstellt. Aufgrund des hohen Energieverbrauchs ist die Laufzeit bei kleineren Akkus jedoch häufig kurz.

  7. Kann ein Kaminofen bei Stromausfall heizen?

    Ein geeigneter und fachgerecht installierter Kaminofen kann grundsätzlich auch ohne Strom Wärme erzeugen.

  8. Darf ein Grill zum Heizen in der Wohnung verwendet werden?

    Nein. Ein Grill darf niemals als Heizung in Innenräumen verwendet werden. Es besteht unter anderem die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung.

  9. Funktioniert Fernwärme bei Stromausfall?

    Das hängt von der konkreten Fernwärme- und Gebäudetechnik ab. Auch Fernwärmesysteme können auf elektrisch betriebene Pumpen und Steuerungen angewiesen sein.

  10. Wie lange bleibt eine Wohnung bei einer Heizung ohne Strom warm?

    Wie lange eine Wohnung ohne funktionierende Heizung warm bleibt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem die Außentemperatur, Dämmung, Bauweise, Fenster, Größe der Wohnung und die Wärme, die bereits in Wänden und Böden gespeichert ist. Eine pauschale Zeitangabe lässt sich deshalb nicht nennen. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann die Raumtemperatur allerdings deutlich schneller sinken.

  11. Kann eine Powerstation eine Heizung ohne Strom ermöglichen?

    Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Powerstation eine Heizungsanlage während eines Stromausfalls mit Energie versorgen. Entscheidend sind die Leistungsaufnahme der Heizung, die benötigte Anlaufleistung, die Akkukapazität und die Leistung des integrierten Wechselrichters. Außerdem muss die Stromversorgung technisch sicher und für die jeweilige Heizungsanlage geeignet sein. Eine Powerstation ist daher nicht automatisch mit jeder Heizung kompatibel.

  12. Wie schnell kühlt eine Wohnung bei einer Heizung ohne Strom aus?

    Wie schnell die Raumtemperatur sinkt, hängt stark vom Gebäude und den Wetterbedingungen ab. Eine gut gedämmte Wohnung kann ihre Wärme wesentlich länger halten als ein schlecht isoliertes Gebäude. Auch die Außentemperatur, Wind, Fensterflächen und die Lage der Wohnung beeinflussen die Abkühlung.

  13. Darf ein Grill als Heizung ohne Strom in der Wohnung verwendet werden?

    Nein. Ein Grill darf niemals zum Heizen in Innenräumen verwendet werden. Bei der Verbrennung können gefährliche Mengen Kohlenmonoxid entstehen. Das geruchlose Gas kann zu schweren Vergiftungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

  14. Kann ein Gasheizstrahler als Heizung ohne Strom in Innenräumen eingesetzt werden?

    Gasbetriebene Heizgeräte dürfen nicht automatisch in Innenräumen verwendet werden. Geräte, die ausschließlich für den Außenbereich vorgesehen sind, gehören nicht in geschlossene Räume. Durch die Verbrennung können unter anderem Kohlenmonoxid und andere Abgase entstehen. Entscheidend sind die Zulassung und die vom Hersteller vorgesehene Verwendung.

  15. Funktioniert eine Pelletheizung als Heizung ohne Strom?

    Eine moderne Pelletheizung kann in der Regel nicht als Heizung ohne Strom betrieben werden. Für Zündung, Pelletförderung, Gebläse, Steuerung und häufig auch Umwälzpumpen wird elektrische Energie benötigt. Bei einem Stromausfall kann die Anlage deshalb normalerweise keine neue Wärme erzeugen. Eine geeignete Ersatzstromversorgung kann den Betrieb unter bestimmten technischen Voraussetzungen ermöglichen.

  16. Kann eine Infrarotheizung als Heizung ohne Strom funktionieren

    Eine Infrarotheizung kann nicht als Heizung ohne Strom betrieben werden, da sie elektrische Energie unmittelbar in Wärme umwandelt. Fällt die Stromversorgung aus, stellt die Heizung ihre Wärmeerzeugung sofort ein. Bereits erwärmte Gegenstände und Bauteile können zwar noch etwas Wärme abgeben, eine aktive Beheizung des Raumes findet ohne Strom jedoch nicht statt.

Fazit: Heizung ohne Strom

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Das Thema Heizung ohne Strom sollte vor allem für die kalte Jahreszeit nicht unterschätzt werden. Auch wenn ein kurzer Stromausfall in den meisten Wohnungen und Häusern problemlos überstanden werden kann, kann ein längerer Ausfall im Winter schnell zu einer Herausforderung werden. Je niedriger die Außentemperatur ist, desto wichtiger wird eine zuverlässige Möglichkeit, Räume zumindest teilweise warm zu halten.

Eine Heizung ohne Strom ist bei modernen Heizsystemen allerdings nur eingeschränkt möglich. Gasheizungen, Ölheizungen, Pelletheizungen und Wärmepumpen benötigen in der Regel elektrische Energie für Steuerungen, Pumpen, Zündung, Brenner oder Verdichter. Eine vorhandene Brennstoffversorgung bedeutet daher nicht automatisch, dass die Heizung bei einem Stromausfall weiterläuft. Eine wichtige Rolle können deshalb Notstromlösungen spielen. Je nach Heizungsanlage kann beispielsweise eine Powerstation, ein Batteriespeicher oder ein geeignetes Notstromaggregat die notwendige elektrische Energie bereitstellen. Vor dem Kauf sollte jedoch genau geprüft werden, wie viel Leistung die Heizungsanlage benötigt und ob die gewählte Lösung mit der vorhandenen Technik kompatibel ist. Auch die mögliche Laufzeit sollte realistisch eingeschätzt werden.

Besonders interessant sind Heizsysteme, die Wärme unabhängig vom Stromnetz erzeugen können. Ein geeigneter und fachgerecht installierter Kaminofen oder Holzofen kann beispielsweise auch bei einem Stromausfall Wärme liefern. Dabei müssen jedoch die technischen Voraussetzungen, der Brandschutz und die sichere Nutzung berücksichtigt werden. Improvisierte Lösungen sind dagegen keine Alternative. Gerade beim Thema Heizung ohne Strom steht die Sicherheit an erster Stelle. Grills, Campingkocher, offene Feuerstellen oder nicht für Innenräume zugelassene Gasgeräte dürfen niemals zum Beheizen einer Wohnung eingesetzt werden. Neben der Brandgefahr besteht insbesondere das Risiko einer gefährlichen Kohlenmonoxidvergiftung.

Eine gute Vorbereitung muss deshalb nicht kompliziert sein. Warme Kleidung, zusätzliche Decken, ein gut isolierter Aufenthaltsbereich und eine durchdachte Notstromlösung können bereits einen wichtigen Beitrag leisten. Wer zusätzlich weiß, welche elektrischen Komponenten die eigene Heizung benötigt, kann bei einem Stromausfall schneller einschätzen, welche Möglichkeiten tatsächlich zur Verfügung stehen. Letztlich gibt es keine universelle Lösung für eine Heizung ohne Strom. Während eine bestimmte Heizungsanlage möglicherweise problemlos über eine Powerstation versorgt werden kann, benötigt ein anderes System eine leistungsfähigere Notstromversorgung. Entscheidend sind daher immer die individuellen technischen Voraussetzungen. Eine frühzeitige Planung hilft dabei, im Winter auch bei einem längeren Stromausfall möglichst sicher und vorbereitet zu bleiben.

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