Sie haben einen Stromausfall? Das ist jetzt zu tun!

Sie haben einen plötzlichen Stromausfall oder der Strom ist nach einem Ausfall gerade wieder zurück?

Hier erfahren Sie was jetzt zu tun ist und wie Sie Ihre Geräte vor einem Schaden schützen. Lesen Sie außerdem wie Sie einem Stromausfall in Zukunft vorbeugen können.

Das Wichtigste ist: Ruhe bewahren. Nutzen Sie unsere Checkliste um richtig mit einem Stromausfall umzugehen. Bitte rufen Sie nicht die Polizei oder Feuerwehr. Ein Stromausfall an sich ist kein Notfall! In Einzelfällen kann ein Stromausfall jedoch zu einem Notfall führen.

Checkliste: Verhalten bei Stromausfall

Ihr Strom ist in genau diesem Moment ausgefallen?

Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei sich bei einem Stromausfall richtig zu verhalten. Wichtig ist, dass Sie die Ruhe bewahren und alle Maßnahmen treffen, die in Ihrer Macht stehen.

1. Umfang herausfinden

Als erstes sollten Sie herausfinden, was alles von dem Stromausfall betroffen ist. Ist es eventuell nur das Gerät, da ein Stecker defekt ist? Ist eine Steckdosenleiste kaputt? Ist eine Sicherung rausgeflogen? Oder ist das gesamte Haus dunkel?

Ein Blick aus dem Fenster kann Aufschluss geben, ob sogar die ganze Straße betroffen ist. Je nach Auswirkungsgrad lässt sich manchmal schon auf eine Ursache schließen.

Tipp: Sofern Sie über Ihr Smartphone in das Internet kommen, können Sie durch lokale Nachrichtendienste, über soziale Netzwerke oder in der unserer Stromausfallkarte herausfinden, ob auch andere von dem Stromausfall betroffen sind.

2. Schäden verhindern

Sollte der Stromausfall größer sein und die Behebung nicht in Ihrer Hand liegen, versuchen Sie Ihre Geräte vor Schäden zu schützen.

Fließt plötzlich wieder Strom, kann es zu Spannungsspitzen kommen, die empfindlicher Elektronik schaden können. Schalten Sie empfindliche Geräte dafür einfach manuell aus.

Außerdem sollten Sie Geräte ausschalten, die vorher eingeschaltet waren und bei wiederhergestellter Stromversorgung Hitze entwickeln können (Ofen, Herd, Bügeleisen).

3. Ausfall melden

Wenn der Stromausfall seinen Ursprung nicht in Ihren Haus hat, melden Sie den Stromausfall bei der Ausfall-Hotline Ihres Stromversorgers oder nutzen Sie entsprechende Online-Formulare.

Auf dieser Seite finden Sie eine Liste von Hotlines zur Ausfall-Meldung.

Außerdem finden Sie auf der Stromausfallkarte aktuelle Stromausfälle und Sie können Ihren Ausfall mit anderen Besuchern dieser Seite zu teilen. Nutzen Sie dazu einfach das Melde-Formular.

4. Auf dem Laufenden bleiben

Informieren Sie sich über die aktuelle Lage. Dazu gibt es diverse Internetseiten. Außerdem sollten Sie für den Notfall ein Radio mit Kurbel parat haben. Dieses ist völlig unabhängig vom Stromnetz und kann ggf. sogar ihr Smartphone aufladen.

Die Sendemasten der Telefonnetze haben häufig keine Notstromversorgung. Fällt der Sendemast aus, können Sie auch Ihr Smartphone nicht mehr zu Kontaktaufnahme verwenden!

5. Kühlung nicht unterbrechen

Halten Sie Kühlschränke und Tiefkühlfächer möglichst geschlossen. Solange die Türen zu sind, bleiben diese Geräte aufgrund ihrer Isolierung noch länger kalt.

Jedes Öffnen der Türen würde kalte Luft heraus und warme Luft hereinlassen. Infolgedessen würden die Lebensmittel im Notfall schneller verderben.

Checkliste: Stromausfall Vorbereitung

Die folgende Liste soll Ihnen dabei helfen, optimal auf einen Stromausfall vorbereitet zu sein. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines größeren, längeren Blackouts in Deutschland sehr gering ist, sollten Sie dieses Szenario nicht unterschätzen.

Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Zumindest ein paar Basis-Utensilien sollten Sie immer im Haus haben!

1. Notfall-Ausrüstung
Stellen Sie sich auf jeden Fall eine kleine Notfall-Ausrüstung zusammen, um bei einem plötzlichen Stromausfall keine böse Überraschung erleben zu müssen.

Die nachfolgenden Punkte enthalten die wichtigsten Dinge, die Sie parat haben sollten.

2. Licht
Wenn nachts der Strom ausfällt, brauchen Sie als allererstes Licht. Sie sollten also immer eine Taschenlampe parat haben (inkl. Ersatzbatterien). Ideal sind Taschenlampen die sich mit einer Kurbel aufladen lassen.

Im Notfall tun es auch Kerzen oder eine Petroleum-Lampe. Mit offenem Feuer sollten Sie in geschlossenen Räumen aber äußerst vorsichtig sein. Außerdem ist eine gute Durchlüftung wichtig.

3. Trinken
Ohne Strom kann auch die Wasserversorgung eingeschränkt sein. Die Pumpen fallen aus und plötzlich kommt kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn!

Ein Mensch kommt mehrere Wochen ohne Nahrung aus, aber nur ca. 3-4 Tages ohne Flüssigkeitszufuhr. Sie sollten daher wenigstens einige Flaschen Wasser zu Hause haben. Für den Ernstfall werden 14 Liter Wasser pro Person je Woche empfohlen.

4. Essen
Früher oder später brauchen Sie natürlich Nahrung. Schaffen Sie sich dazu einfach ein paar Konservendosen und einen Camping-Kocher an. Warmes Essen wärmt den Körper und hebt außerdem die Stimmung.

Des weiteren sollten Sie Lebensmittel einlagern die auch ungekühlt lange haltbar sind, wie zum Beispiel Knäckebrot, Zwieback und Haferflocken.

5. Wärme
Auch Heizungen sind abhängig von Strom. Selbst bei Ölheizungen wird Strom benötigt um zum Beispiel elektrische Pumpen zu versorgen. Sollten die Heizungen nicht mehr heizen, wird es schnell kalt in der Wohnung.

Ein Gas-Heizstrahler* ist eine der wenigen Möglichkeiten, wie Sie dann noch Wärme erzeugen können (richtigen Umgang beachten).

Auch Kerzen können etwas Wärme in den Raum bringen. Am wichtigsten ist jedoch ausreichend warme Kleidung.

6. Radio
Um herauszufinden, warum der Strom weg ist, hilft eine einfaches, batteriebetriebenes Radio. Sie sollten daher immer ein Radio im Haus haben. Ersatzbatterien sind auch hier von Vorteil. Auch mit Ihrem Smartphone können Sie auf dem Laufenden bleiben, jedoch nur solange auch das Mobilfunknetz in Ihrer Umgebung mit Strom versorgt wird.

Auch Radios gibt es übrigens mit Kurbel, sodass Sie vollständig unabhängig vom Stromnetz oder von Batterien sind. Ein passendes Gerät finden Sie in meinem Blog-Artikel über Kurbel-Radios.

7. Powerbanks
Mit Hilfe einer Powerbank, im besten Fall geladen und einsatzbereit, können Sie Ihr Smartphone oder Tablet mehrfach wieder aufladen. Bei einem plötzlich Stromausfall ist ein fast leeres Smartphone dann kein Problem mehr.
8. USV
Wichtige Geräte können durch eine einfache Form der unterbrechungsfreien Stromversorgung vor Schäden oder Datenverlusten geschützt werden. Steckerleisten mit integriertem Akku geben Ihnen zum Beispiel noch etwas Zeit, um Daten zu sichern und den Rechner herunterzufahren.
9. Stromausfallmelder
Um einen unbemerkten Stromausfall zu verhindern, vor allem wenn Sie für längere Zeit außer Haus sind, gibt es sogenannte Stromausfallmelder bzw. Stromwächter.

Diese Geräte informieren Sie darüber, wenn das Stromnetz zusammenbricht und erlauben es Ihnen somit, sofort zu reagieren.

10. Strom erzeugen
Sollte der Strom länger ausfallen, können Sie auch selbst Strom erzeugen.

Im kleinen Stil reicht dazu ein Solarpanel. Wollen Sie mehr Strom produzieren, brauchen Sie einen Notstromgenerator.

Ursachen für Stromausfälle

Die Ursachen für einen Stromausfall sind relativ unterschiedlich. Neben bekannten, typischen Ursachen führen auch aberwitzige Zufälle zu Ausfällen im Stromnetz. Typischen Verursacher sind beispielsweise:

  • Kabelschäden durch Bauarbeiten
  • Andere Kabeldefekte
  • Blitzeinschläge in Hochspannungsleitungen
  • Wasser-, Eis- oder Sturmschäden
  • Überlastung
  • Mutwillige Beschädigung

Eine eher witzige Story ereignete sich zum Beispiel letztes Jahr. Dabei hat ein Vogel einen kleinen Ast verloren, welcher gerade so in ein Umspannwerk fiel, dass ein Kurzschluss entstand.

Ein absolut unwahrscheinliches Szenario – und doch passieren solche Zufälle!

Häufigkeit und Dauer von Stromausfällen

Im europäischen Vergleich gehört das deutsche Stromnetz zu den Verlässlichsten. Statistiken der Vergangenen Jahre belegen, dass sowohl die Häufigkeit, als auch die Dauer von Stromausfällen in deutschen Netzen sehr gering sind und weiter schrumpfen.

Laut Statistik von 2014 fällt der Strom für einen deutschen Stromkunden nur ca. 2,5 mal in 10 Jahren aus.

Die Versorgungsunterbrechung pro Stromkunde lag im Jahr 2018 bei durchschnittlich knapp 14 Minuten. Tendenziell nimmt diese durchschnittliche Unterbrechungsdauer seit Jahren immer weiter ab, wie folgende Grafik belegt:

Dauer von Stromausfällen in Deutschland seit 2006

Gerade diese herausragende Versorgungssicherheit führt aber auch dazu, dass sich niemand mehr auf einen Ernstfall vorbereitet!

Außerdem sollten Sie im Hinterkopf haben, dass die Statistik nur durchschnittliche Werte abbildet. Stromausfall.org erhält fast täglich Meldungen über neue Stromausfälle. Teilweise dauern diese Ausfälle auch über Stunden an. Ein solcher Ausfall ist zwar selten, aber keinesfalls ausgeschlossen.

Denn so sicher das Netz auch ist, es gibt immer Gründe aus denen auch ein modernes Stromnetz, wenn auch nur zu Teilen, ausfallen kann. Diese Webseite soll genau dafür ein Bewusstsein schaffen. Es muss nicht gleich der Atombunker im Vorgarten sein, aber eine gewisse Grundausstattung für den Notfall sollte in jedem Haushalt zu finden sein.

Was genau Sie sich anschaffen, hängt natürlich auch davon ab, in welcher Region sie wohnen. In Großstädten braucht es keinen Stromgenerator im Keller. Wohnen Sie jedoch abgeschieden auf dem Land, solltest Sie über eine solche Notlösung nachdenken.

Weiterführende Informationen

Möchten Sie sich detaillierter mit dem Thema Stromausfall, Vorsorge und Selbsthilfe beschäftigten, lohnt ein Blick auf die Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Das Thema Stromausfall wird dort direkt angerissen und durch ein ausführliches PDF (17 Seiten) ergänzt.

Eine großartige Zusammenfassung über das Thema „Stromausfall“ bekommen Sie außerdem in der Sendung des RBB Die Wahrheit über Stromausfall. Ich durfte dort ebenfalls einen Kommentar im Namen von Stromausfall.org abgeben.

Stromausfall – So bereiten sich auf den Ernstfall vor

Uns ist oft nicht bewusst, wie abhängig wir vom Strom sind. Fällt dieser einmal aus, sitzen wir schnell in einer kalten, dunklen und stillen Wohnung, in der nichts mehr funktioniert. Diese Liste könnte man natürlich endlos weiterführen und einige Ausnahmen einwerfen, die Grundaussage bleibt trotzdem, dass ohne Strom nichts geht.

Zum Glück werden Stromausfälle in der Regel innerhalb von wenigen Stunden behoben, es kann aber vorkommen, dass wir uns in einer Notlage wieder finden und der Strom Tage lang weg ist. So zum Beispiel, wenn es zu schweren Unwettern oder heftigen Schneefällen kommt. Zu einer solchen Situation kam es 2019 in Berlin, Köpenick. Hier fiel der Strom für ganze 31 Stunden aus und lies 30.000 Haushalte im Dunkeln, sowie 2.000 Unternehmen und Seniorenheime, aber auch ein Krankenhaus war betroffen. Im Handumdrehen stand das Herz der Hauptstadt still. Deshalb werden wir Ihnen in diesem Artikel einige Tipps für den Ernstfall geben und Ihnen erklären wir Sie sich vorbereiten können.

Die Auswirkungen eines Stromausfalls

Während eines Stromausfalles kann schnell wichtige Infrastruktur ausfallen. So kann es in mehrstöckigen Häusern passieren das Leitungswasser nicht mehr alle Stockwerke erreicht, da die Pumpen elektrisch betrieben werden. Aber auch die Treibstoffversorgung an Tankstellen ist gefährdet, da sowohl die Pumpen als auch die Zapfsäulen auf Strom angewiesen sind. Die Kommunikation bricht zusammen, da das Internet und das mobile Netz ausfallen.

Selbst die Versorgung mit Alltäglichem wird schwieriger, da die Kassen in den Supermärkten ausfallen, aber auch Eingangstüren und Kühltruhen verweigern den Dienst. Selbst an Bargeld kommt man nicht mehr ran da die Automaten natürlich ebenfalls Strom benötigen. Wie erwartet wird bleibt auch der öffentliche Nahverkehr stehen. Allerdings sollte man auch mit dem Auto vorsichtig sein, den Tunnel können während eines Stromausfalls gefährlich werden da die Beleuchtung, aber auch die Belüftung dieser ausfällt.

Unser Szenario zeigt auf das ein Stromausfall eine ungeahnte Kettenreaktion auslöst. Wenn Sie sich also auf den Ernstfall vorbereiten wollen, dann ist klar, dass Sie Alternativen zu Elektrogeräten benötigen. Insbesondere für die wichtigen Aspekte des Lebens, wie Lebensmittel, Wärme und Licht, sollten auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Dabei sollte man aber immer bedenken das diese Alternativen mit Ihren eigenen Besonderheiten und eventuell Gefahren kommen.

So verhalten Sie sich, wenn der Strom ausfällt

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Zuerst sollten Sie klären ob der Stromausfall nur auf Ihr Haus oder Wohnung begrenzt ist oder die gesamte Umgebung betrifft. Sollte der Stromausfall nur auf Sie begrenzt sein, dann können Sie einfach eine Taschenlampe greifen und den Sicherungskasten untersuchen. Identifizieren Sie die Sicherung welche rausgefallen ist und drück Sie diese wieder nach oben. Sollte sich diese nicht bewegen dann stecken Sie alle elektronischen Geräte aus. Überprüfen Sie dann nach und nach welches Gerät für den Stromausfall verantwortlich ist.

Wenn der Stromausfall die gesamte Stadt betrifft dann gilt es zu aller erst Ruhe zu bewahren. Der Strom wird schon wieder kommen. Vermeiden Sie außerdem Autofahrten, da die Ampeln nicht mehr funktionieren ist das Risiko für einen Unfall erhöht. Schalten Sie auch alle Gefahrenquellen aus, wie Herdplatten oder Bügeleisen. Stecken außerdem Elektrogeräte aus die Sie nicht benötigen, das schont das Netz sobald der Strom wieder fließt. Lassen Sie ein Licht an, so merken Sie sofort, wenn der Strom wieder da ist. Schonen Sie außerdem Ihre Akkus, Sie sollten aber trotzdem die Nachrichten auf ihrem Smartphone verfolgen.

Zu allererst: Licht

Das wichtigste während eines Stromausfalls ist es genügenden Lichtquellen bereit zu halten. Auch wenn der Storm während des Tages ausfällt sollten Sie für den Abend vorsorgen. Zum Glück gibt es einige Varianten mit denen Ihnen ein Licht auf geht. Am besten ist es, wenn Sie gleich mehrere Varianten vorrätig haben.

Taschenlampen sind immer noch die beste Methode um schnell für Licht zu sorgen. Am besten haben Sie mehrere Geräte griffbereit für den Fall der Fälle, darunter sollte auch ein Gerät sein das ohne Batterien auskommt, wie eine solarbetriebene Taschenlampe oder Kurbellampe. Vergessen Sie nicht Ersatzbirnen und Batterien neben die Taschenlampen zu platzieren.

Aber auch die guten alten Kerzen sollte man griffbereithalten, nur für den Fall das die Taschenlampen nicht mehr funktionieren. Dafür sollten auch immer Streichhölzer oder ein Feuerzeug bereitliegen. Bei Kerzen gilt es aber diese immer im Blick zu behalten da es sich um ein Brandrisiko handeln kann und natürlich regelmäßig Lüften für einen effektiven Sauerstoffaustausch. Zu empfehlen sind auch Camping Laternen da diese einen großen Bereich erleuchten können und oftmals mit einer Solarbatterie versehen sind.

Sicher kochen ohne Strom

Für eine warme Mahlzeit brauchen sich nicht unbedingt eine Herdplatte. So können Sie auch mit einem gasbetriebenen Campingkocher schnell ein leckeres Gericht kochen. Der Vorteil von Gaskochern ist dabei das diese einfach zu lagern sind und sich transportieren lassen. Außerdem sollten Sie sich einen Vorrat an Gaskartuschen zum Wechseln zulegen, diese können Sie ganz einfach in jedem Baumarkt finden.

Der Nachteil von Campingkocher ist vor allem deren Größe. Mit den Gasbetrieben Kochern lassen meistens nur kleine Mahlzeiten aufwärmen. Deshalb sollten Sie, wenn Sie einen Garten oder Balkon haben, einen Grill bereithalten, den Sie mit Holzkohle oder Gas betreiben können. Diese können Sie ohne Strom nutzen, aber bitte nur draußen grillen. Innerhalb der Wohnung, selbst bei geöffnetem Fenster, besteht Erstickungsgefahr!

Legen Sie sich einen Lebensmittelvorrat an

Jetzt da wir geklärt haben wie man am besten ohne Strom kochen kann sollten wir uns Gedanken machen was gekocht wird. Schon seit längerem empfiehlt die Bundesregierung das man einen Lebensmittelvorrat für zehn Tage haben sollte. Dadurch will man außerdem Hamsterkäufe verhindern, die im Extremfall zu Versorgungsengpässen führen könnten. Für diesen Vorrat gilt es einige Regeln zu beachten. Wir werden Ihnen außerdem eine Empfehlung für die Zusammenstellung dieses Vorrats geben.

Diese Regeln gilt es zu beachten:

  • Wasser ist wichtiger als Essen! Im Notfall kann ein Mensch drei Wochen ohne Nahrung aushalten, allerdings nur 3 Tage ohne Wasser.
  • Gehen Sie für den Vorrat keine Experimente ein. Nutzen Sie nur Produkte die Sie auch normalerweise verwenden.
  • Kaufen Sie möglichst Produkte die sich lange halten. Konserven und Trockenprodukte sind am besten für den Vorrat geeignet.
  • Achten Sie darauf das Sie die Produkte ohne Kühlung lagern können.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel gehören zu Ihrem Vorrat. Diese können Sie auch bei einem Stromausfall nutzen. Verbrauchen Sie Tiefkühlprodukte zuerst.

Kaufen Sie Lebensmittel die im Notfall auch kalt verzehrbar sind.

Ein Beispiel Vorrat für zehn Tage könnte so aussehen:

  • 20 Liter an Wasser und Fruchtsäften
  • 3,5 kg Kartoffeln, Nudeln, Reis, Brot und Getreideprodukten
  • 4 kg Gemüse und Hülsenfrüchte (hier bieten sich Konserven an)
  • 2,5 kg an Nüssen und Obst (auch hier am besten Konserven)
  • 2,6 kg Milch und Milchprodukte (pflanzliche Produkte wie Mandelmilch halten sich in der Regel länger)
  • 1,5 kg Fleisch und Fisch sowie Eier (Veganer und Vegetarier) sollten pflanzliches Protein bereithalten)
  • 0,357 kg Fette und Öle

Sonstige Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Salz, Marmelade und Fertiggerichte

Was tun, wenn die Heizung ausfällt?

Sollten Sie nicht mit Öl oder Gas heizen dann ist möglich das Ihnen während eines Stromausfalls auch die Heizung ausfällt. Hier sind natürlich diejenigen im Vorteil die einen Kamin oder Ofen in der Wohnung installiert haben. Sie sollten natürlich immer darauf achten das Sie einen ausreichenden Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz angelegt haben. Sollten Sie sich auf Eventualitäten vorbereiten wollen dann können Sie prüfen ob Sie alternative Heizquellen installieren können. Dafür sollten Sie sich unbedingt von Fachleuten informieren lassen.

Den vor allem bei gasbetriebenen Geräten sollten Sie auf einige Sicherheitsvorkehrungen achten. So sollte Sie auf jeden Fall eine Sauerstoffmangel- und Zündsicherung einbauen. Außerdem empfehlen wir den Einbau von CO-Warnmeldern um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen.

Aber auch mit den einfachsten Hilfsmitteln kann man die Heizung ersetzen. So helfen warme Kleidung und Decken zumindest für den Anfang ausreichen. Am besten halten Sie sich während des Stromausfalls in einem kleineren Raum auf und lassen die Türen und Fenster geschlossen. Dadurch bleibt die Wärme im Raum und ihre Körperwärme kann helfen den Raum zumindest etwas aufzuwärmen.

Weitere Vorkehrung die Sie treffen können – Vorsicht ist besser als Nachsicht

Mit einigen kleinen Handgriffen können Sie ihr Haus für einen Stromausfall vorbereiten. Zuerst sollten Sie immer die Wege freihalten umso Stolpergefahren zu eliminieren. Wir denken zwar immer, dass wir uns Haus in- und auswendig kennen, doch wenn es einmal dunkel ist stolpern wir gerne mal über den Staubsauger.

Außerdem sollten Sie immer aufgeladene Powerbanks oder Wechsel Akkus bereithalten umso Geräte wie Laptops oder Smartphones zu betreiben. Vor allem während längerer Stromausfälle ist es wichtig das Sie mit ihrem Smartphone die Nachrichten so gut es geht verfolgen. Darüber hinaus bieten die meisten Smartphones eingebaute Taschenlampen.

Denken Sie außerdem daran immer Bargeld bereit zu haben, da im Falle eines Stromausfalls EC und Kreditkarten nicht mehr funktionieren. Auch Geldautomaten und viele Banken sind dann nicht mehr in der Lage Bargeld auszugeben, während Läden nur noch dieses akzeptieren können. Dabei müssen Sie natürlich nicht Tausende Euros horten.

Zu guter Letzt sollten sich auch immer ein Kurbel- oder batteriebetriebenes Radio bereithalten umso Informationen über den Stromausfall zu erhalten. Die Bundesregierung kann im Ernstfall Informationen am effektivsten über das Radio an die Bevölkerung weitergeben. Doch mit unseren Tipps sollten Sie zumindest auf die ersten Stunden eines Stromausfalls vorbereitet sein und diesen ohne Probleme überstehen.

9 Gedanken zu „Sie haben einen Stromausfall? Das ist jetzt zu tun!“

  1. Stromausfall, sollte der mal für längere Zeit ausfallen, was ist mit den Menschen, die auf einen E-Rollstuhl angewiesen sind, auch in der Wohnung. Die stehen nicht auf und können wieder laufen, nur, weil der Strom ausgefallen ist. Sollte man dann auch noch im EG wohnen mit elektrischen Jalousien, dann sitzt so ein Mensch komplett im Dunkeln. Viele ältere Leute haben auch nicht die Technik, die heute gang und gebe sind. Es gibt Leute mit Festnetz und ohne Handy. Fällt der Strom aus, fällt auch das Telefon aus.
    Hat da mal jemand drüber nachgedacht?

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  2. Sehr geehrter Herr Christian

    Gerne möchte ich eine Auswertung über Stromunterbrüche im vergangenen Monat im Netz von Schleswig-Holstein machen. Kann ich dies auf Ihrer Webseite finden? ich sehe, dass als Zeitrahmen 1 Woche angegeben wird, aber wenn ich Februar möchte, stehe ich an.

    Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.

    Freundliche Grüsse
    Robert Widmer, aus der Schweiz

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  3. Stromausfall in Dießen am Ammersee, von ca. 16:10 – 16:50. I don´t care… kümmert mich nicht so… außer meinem frischen Fleisch im Kühlschrank… habe Wasser, Essen, Batterien und Müllbeutel für das kleine und große Geschäft und Sonstiges bevorratet. Sowas wird wohl öfter passieren mit der Kanzlerin *Baer*bock* OMG.

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    • Eher im Gegenteil! Nur mit den Grünen können wir hoffen, dass Stromausfälle durch Starkregen, Stürme, und Unwetter nicht zu krass werden.

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      • Das passt ja mal überhaupt nicht,
        das einzige was die Grünen machen ist die Steuer zu erheben und davon wird der Umwelt nicht geholfen. Des weiteren kommen noch die Steigenden Zahlen der E-Autos, wodurch bei Entsorgung der Batterien und bei Herstellung dieser der Umwelt noch viel Weiter geschadet wird.
        Außerdem wird der Stromverbrauch Höher und die Stromnetze anfälliger.
        Da sie Schon jetzt mit der Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien an ihre Grenzen kommen.

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  4. Es wäre toll wenn es eine Art Newsletter gibt, der einen automatisch benachrichtigt wenn in bestimmten PLZ Meldungen gemacht werden…

    Der könnte nach auch zu der Seite, zum Blog oder anderen Werbe-Partner verlinken…

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