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Gut vorbereitet, wenn der Strom ausfällt.
Die praktische Notfallausrüstung für zu Hause: mit Checkliste, persönlichem Wasserrechner, sicheren Sofortmaßnahmen und Tipps für mehrere Tage ohne Strom.
Was gehört zur Notfallausrüstung?
Ein Stromausfall kann Beleuchtung, Kühlung, Internet, Heizung und zeitweise auch die Wasserversorgung beeinträchtigen. Beginne mit dem Nötigsten für drei Tage und erweitere deinen Vorrat nach Möglichkeit auf zehn Tage. Das entspricht dem stufenweisen Vorsorgeansatz des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Die Häkchen dienen zur Planung auf dieser Seite. Für eine dauerhafte Liste die Seite ausdrucken oder als PDF speichern (Strg + P).
Wasserrechner für deinen Haushalt
Das BBK nennt als Richtwert 2 Liter Wasser pro Person und Tag für Getränke und Lebensmittelzubereitung. Der tatsächliche Bedarf kann bei Hitze, Krankheit oder besonderen Bedürfnissen höher liegen.
Rechenregel: Personen × Tage × 2 Liter. Zusätzlicher Wasserbedarf für Haustiere oder besondere Lebenslagen ist nicht enthalten.
Deinen Notvorrat planen
Erstelle eine individuelle Orientierungsliste für deinen Haushalt. Die Mengen für Lebensmittel sind frei wählbare Planungsannahmen, keine amtlichen Ernährungsempfehlungen. Berücksichtige Allergien, Kalorienbedarf, Essgewohnheiten und die Möglichkeit, Speisen ohne Strom zuzubereiten.
Kinder sind in der Gesamtzahl der Personen bereits enthalten. Die Haustierzahl dient nur als Erinnerung; Futter- und Wasserbedarf unterscheiden sich je nach Tier.
40 Liter als Richtwert
60 Portionen als Planungsgröße
Licht, Batterien, Radio und Powerbanks prüfen
Plane abwechslungsreiche, haltbare Lebensmittel ein – zum Beispiel Brot und Getreideprodukte, Konserven, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und persönliche Lieblingsprodukte. Nicht jede Mahlzeit muss aus einer einzelnen Packung bestehen. Beachte die Packungsangaben.
Die Berechnung erfolgt lokal im Browser; es werden keine Eingaben an den Server übertragen. Die Werte werden beim Neuladen zurückgesetzt.
Die wichtigsten Ausrüstungsbereiche
1. Licht und Stromreserve
LED-Taschenlampen sind im Haushalt meist praktischer und sicherer als offene Flammen. Lege passende Batterien bereit und lade Powerbanks regelmäßig. Eine Powerbank versorgt Kleingeräte, ersetzt aber keine sichere Notstromversorgung für das ganze Haus. Mehr zu Powerbanks und unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV).
2. Essen, Trinken und Kochen
Wähle haltbare Lebensmittel, die du ohnehin isst. Achte besonders auf Speisen, die sich ohne Strom zubereiten oder kalt essen lassen. Verbrauche ältere Vorräte zuerst und ergänze sie beim Einkauf. Grills, Campingkocher und Generatoren niemals in Wohnräumen, Kellern oder Garagen betreiben: Es droht lebensgefährliche Kohlenmonoxidvergiftung.
3. Kommunikation und Orientierung
Ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio hilft, wenn Internet oder Mobilfunk ausfallen. Notiere Telefonnummern von Angehörigen, dem zuständigen Netzbetreiber und wichtigen Anlaufstellen auf Papier. Installiere eine Warn-App wie NINA, solange Internet verfügbar ist.
4. Wärme, Gesundheit und Hygiene
Halte Decken, warme Kleidung, Erste-Hilfe-Material, Hygieneartikel und notwendige Medikamente bereit. Wer auf stromabhängige medizinische Geräte angewiesen ist, sollte einen individuellen Notfallplan mit medizinischem Fachpersonal und dem Versorger abstimmen.
Was tun, wenn der Strom gerade weg ist?
- Umfang prüfen: Sind nur einzelne Geräte betroffen? Prüfe Sicherungen ohne Risiko. Bei Brandgeruch, Funken oder beschädigten Leitungen Abstand halten.
- Störung einordnen: Nachbarn fragen und Informationen des örtlichen Netzbetreibers beachten. Die von Nutzern gemeldeten Stromausfälle auf der Stromausfallkarte sind keine amtliche Bestätigung. Wenn du selbst einen Ausfall beobachtest, kannst du ihn zusätzlich über Stromausfall melden teilen.
- Lebensmittel schützen: Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst geschlossen halten.
- Stromverbraucher sichern: Empfindliche Geräte bei Bedarf vom Netz trennen und ein Licht eingeschaltet lassen, um die Rückkehr der Stromversorgung zu erkennen.
- Bei akuter Gefahr: 112 wählen. Den Notruf nicht für allgemeine Störungsanfragen blockieren.
Wichtig: Notstromaggregate nur im Freien mit ausreichendem Abstand zu Fenstern und Lüftungsöffnungen einsetzen. Niemals eigenmächtig ins Hausnetz einspeisen. Für eine feste Einspeisung ist eine fachgerecht installierte Lösung erforderlich.
Vorsorge für unterschiedliche Haushalte
Häufige Fragen zur Notfallausrüstung
Wie viele Tage sollte der Vorrat reichen?
Das BBK empfiehlt möglichst zehn Tage Selbstversorgung. Drei Tage sind ein sinnvoller Einstieg, den du schrittweise ausbauen kannst.
Wie viel Wasser brauche ich?
Als Planungsrichtwert gelten 2 Liter pro Person und Tag. Nutze den Rechner oben und berücksichtige zusätzlichen Bedarf individuell.
Was ist wichtiger: Powerbank oder Generator?
Für Smartphones, Radio und andere Kleingeräte reicht oft eine geladene Powerbank. Generatoren erfordern deutlich mehr Sicherheitsvorkehrungen und sind keine Lösung für den Betrieb in Innenräumen.
Kann ich Kerzen verwenden?
Das BBK führt Kerzen als mögliche Reserve auf. Wegen der Brandgefahr sind LED-Lampen für viele Haushalte die bessere erste Wahl. Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen.
Wie oft sollte ich meine Ausrüstung prüfen?
Kontrolliere regelmäßig Batterien, Powerbanks, Haltbarkeit von Lebensmitteln und Medikamenten sowie die Erreichbarkeit wichtiger Telefonnummern – beispielsweise zweimal jährlich.
Offizielle Informationen und weitere Hilfen
Die Empfehlungen orientieren sich am BBK-Ratgeber zur Krisenvorsorge und den BBK-Hinweisen zu Stromausfällen. Die offizielle Checkliste kannst du dort herunterladen.
Weitere Themen auf Stromausfall.org: Powerbanks · Solarpanels · Stromgeneratoren · Stromausfallkarte.
Stand: Oktober 2026. Diese Seite bietet allgemeine Vorsorgeinformationen und ersetzt keine individuelle medizinische oder sicherheitstechnische Beratung.
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Notfallausrüstung bei Stromausfall – individueller Vorratsplan
Deine Planung
Wähle haltbare Lebensmittel, die ohne Kühlung und möglichst ohne Kochen verwendbar sind. Die Mahlzeiten-Portionen sind eine frei gewählte Planungsgröße. Zusätzliche Bedürfnisse und Lebensmittelunverträglichkeiten individuell berücksichtigen.
Ein Service von Stromausfall.org · www.stromausfall.org